Gehaltsverhandlung: Wo finde ich relevante Informationen?

Informationsquelle

Als Arbeitnehmer bzw. Bewerber sollten Sie ihren Marktwert kennen, um realistische Gehaltswünsche äußern zu können. Zu einer guten Vorbereitung gehört deshalb auch, dass Sie sich über die marktübliche Vergütung informieren um abzuschätzen, was sie verlangen können.

 

Nur in den seltensten Fällen werden Sie aber das genaue Gehaltsgefüge eines Unternehmens kennen. Um dennoch nicht völlig im Dunkeln tappen zu müssen, stehen Ihnen eine Reihe von Informationsquellen zur Verfügung. Diese sind i.d.R. für jedermann zugänglich sind (teilweise gegen Gebühr) und bieten sowohl allgemeines als auch spezifisches Wissen. Ihr Nutzen bzw. ihre Qualität variiert je nach Quelle.

 

Entsprechende Informationen bietet u.a. die Presse (z.B. FAZ, Karriere-Zeitschrift), die mithilfe von Experten regelmäßig Gehaltstabellen und ähnliche Informationen veröffentlicht.

 

Aufschlussreich sind auch Aussagen von Freunden und Verwandten, die in der Branche (z.B Pharma), in ähnlicher Position oder sogar im Wunsch-Unternehmen arbeiten. Diese sind nicht nur mit der Situation der Branche vertraut, sondern kennen insb. auch die Ertragslage bzw. den Personalbedarf des Unternehmen und damit wesentliche Einflussfaktoren für die Gehaltshöhe.

 

Gehalts-Checks (z.B. www.gehalts-check.de), also die Durchführung eines Gehaltsvergleichs können ebenfalls hilfreich sein, allerdings hängt deren Qualität im Einzelfall immer stark davon ab, wie gut bzw. groß die Datenbasis zur abgefragten Berufsgruppe ist. Je spezieller das eigene Berufsprofil ist, desto unwahrscheinlicher ist es, dazu verlässliche Angaben in einer Gehaltsdatenbank zu finden.

 

Eine weitere Orientierungshilfe sind Entgelttabellen für die einzelnen Tarifgruppen (z.B. TVöD, Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst, und TV-L, Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder). Dort ist die genaue Höhe der Monatsentgelte geregelt und in Entgeltgruppen unterteilt.

 

Eine der wichtigsten, aber oftmals vernachlässigten Informationsquellen sind Kammern (z.B. Kammer der Wirtschaftstreuhänder (KWT)), Berufsverbände (z.B. Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP), Gewerkschaften (z.B. IG Metall, Verdi) und ähnlichen Vertretungen, bei denen man sich nach marktüblichen Gehältern für die angestrebte Berufsgruppe erkundigen kann.

 

Bei der Recherche sollten Sie auch nicht öffentliche Institute (z.B. Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung) oder Ämter (z.B. Statistisches Bundesamt) vernachlässigen, die regelmäßig Erhebungen durchführen und die Ergebnisse kostenlos auf Ihren Websites zur Verfügung stellen. 

 

Auch Internet-Foren (z.Bwww.bewerbung-forum.de/forum), in denen sich Arbeitnehmer über berufsbezogene Themen (z.B. Vergütung) austauschen, tragen zur Informationsgewinnung bei, allerdings sind die dort getroffenen Aussagen mit Vorsicht zu genießen.

 

Wichtig: In vielen Arbeitsverträgen finden sich Klauseln, die Arbeitnehmer verpflichten über die Höhe ihres Einkommens Stillschweigen zu bewahren. Wer dies nicht befolgt, begeht eine Pflichtverletzung. Überlegen Sie sich also gut ob und welchen Kollegen Sie nach seinem Gehalt fragen.

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Reiner Hellweg

Reiner Hellweg

 

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