Ständige Erreichbarkeit ist auf Dauer schädlich

Moderne Kommunikationsmittel sorgen dafür, dass man überall auf der Welt erreichbar und dank dem Internet jederzeit auf dem Laufenden ist. Was im Privatleben geschätzt wird, kann sich aber im Berufsleben schnell als Bumerang erweisen. So statten Unternehmen ihre Mitarbeiter gerne mit Notebooks oder Smartphones aus, damit diese auch daheim und nach Feierabend noch weiter arbeiten und kontaktiert werden können.

 

Teilweise gelten ein Firmenhandy oder -Laptop (immer noch) als Statussymbol unter den Angestellten und signalisieren, dass der "Benutzer" mit so wichtigen Aufgaben betraut ist, dass diese keinen Aufschub dulden und Rückfragen auch außerhalb der Bürozeiten möglich sein müssen. Arbeitnehmer fühlen sich daher i.d.R. erst einmal geschmeichelt und vom Arbeitgeber wertgeschätzt wenn Ihnen solche Geräte zur Verfügung gestellt werden. Dass damit die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit immer mehr verschwimmen und ein richtiges "Abschalten" verhindern, wird dabei oft übersehen. Nicht selten werden Arbeiten dann bis in die späten Abendstunden erledigt und der Posteingang regelmäßig kontrolliert. Besonders problematisch ist dies im Urlaub während dem "der Arbeitnehmer keine dem Urlaubszweck widersprechende Erwerbstätigkeit leisten" darf, § 8 BUrlG. Tut er dies dennoch, ist das nicht nur ein Gesetzesverstoß, sondern schadet sowohl dem Mitarbeiter auch als auch seinem Unternehmen. Denn Urlaub soll eine Pause von der Arbeit verschaffen, die zwingend notwendig ist, damit sich Körper und Geist regenerieren können. Ohne solche Erholungsphasen nimmt der Stress zu und kommt es früher oder später zu einer Überlastung des Arbeitnehmers, die zu einer viel längeren Zwangspause führen kann (s.a. Burnout-Syndrom).

 

Als Arbeitnehmer sollte man sich daher zunächst überlegen ob ein Firmenhandy bzw. -notebook für die Aufgabenerfüllung wirklich notwendig sind. Eine entsprechende Ablehung könnte man auch mit dem Angebot verbinden zumindest zu Hochphasen etwas früher zu kommen um wichtige Themen noch vor dem Alltagsgeschäft bearbeiten zu können. Einen geplanten Urlaub sollte man zudem rechtzeitig ankündigen um wichtige Fragen bereits im Vorfeld zu klären und Verantwortlichkeiten abzugeben.


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Reiner Hellweg

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