KW 52/2012: In welchen Städten am meisten verdient wird

Verdienstmöglichkeiten

Betrachtet man das Lohnniveau als einen Indikator für die Wirtschaftskraft einer Region, sind große Unterschiede zwischen den elf deutschen Metropolregionen und hierbei ein starkes West-Ost-Gefälle sichtbar. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest die aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Danach verdienen Arbeitnehmer im Großraum München, Stuttgart oder Frankfurt überdurchschnittlich gut, während sich ihre Kollegen zwischen Erfurt und Leipzig oder im Raum Berlin-Brandenburg mit deutlich weniger zufrieden geben müssen.

 

So betrug im Jahr 2008 das mittlere Bruttomonatseinkommen im Raum Stuttgart 2.991 Euro während es in der Metropolregion Mitteldeutschland, die in etwa das Gebiet zwischen Erfurt und Leipzig umfasst, lediglich 1.908 Euro und in der Region Berlin-Brandenburg immerhin 2.241 Euro waren.

 

Die IAB-Ökonomen erklären die unterschiedlichen Löhne v.a. mit der Beschäftigtenstruktur und den Branchen, die in den einzelnen Regionen ansässig sind. In München, Stuttgart und Rhein-Neckar sind z.B. (anteilig) deutlich mehr Beschäftigte in wissensintensiven Unternehmen und Branchen angestellt als es in Bremen-Oldenburg, Mitteldeutschland und Berlin-Brandenburg der Fall ist. Branchen mit hoher Innovationstätigkeit wie Fahrzeugbau, Pharma oder Medizintechnik locken durch hohe Löhne qualifiziertes Personal und machen die Standorte bzw. Regionen besonders zukunfts- und leistungsfähig.